#96 - Internetpräsenz

DAMALS
Ich muss 15 gewesen sein als ich mich auf Facebook registrierte und meinen ersten Blog eröffnete. Auf Facebook meldeten sich beinahe alle meine Freunde an, während ich die einzige war die einen Blog startete. Damals ging es in erster Linie besonders darum, cool zu wirken, viele Freunde zu haben und auf den meisten Partys eingeladen zu werden. Auf den Blogs schrieb man meist über belangloses und postete irgendwelche Bilder. Von Selbstportraits zu Errungenschaften bis hin zu random Fotos. Besonders viel Gedanken wer die Fotos sehen kann und was das für Folgen haben könnte, hat man sich vorerst kaum bis keine Gedanken gemacht.
Als ich mich um eine Ausbildung kümmerte, überlegte ich zum ersten Mal bewusst ob die Bilder auf Facebook Konsequenzen für mich haben könnten. Ich hatte niemals Bilder online die mich arg entstellt hätten oder die gewisse Eskapaden zeigten und doch gab es das ein oder andere Bild bei dem mir nicht ganz wohl war. Zwar ließ ich alle löschen, doch wer weiß wo sie aufgehoben sind.
Seitdem achtete ich darauf was ich selbst und was andere von mir veröffentlichten. Doch ging es vor allem darum, Dinge nicht zu veröffentlich und weniger absichtlich zu veröffentlichen.

HEUTE
Denn heute, in meinem Studium, merke ich, wie gut sich gewisse Dinge im Internet machen. Wie schon geschrieben, geht es heute nicht mehr nur darum eine Seite an sich zu verstecken, sondern eine andere hervorzuheben. Heute geht es vor allem um Motivation und Produktivität.
Blogs und Videos ohne Mehrwert sind fast schon nicht mehr lesens- oder sehenswert. Ich könnte meine Zeit damit verschwenden. Wir wollen immer besser, gebildeter, erfolgreicher werden. Wollen zeigen was wir für Workaholics sind. Und doch zwischen all der Arbeit das Leben genießen können. Das Internet ist heute wichtiger denn je. Vor allem wenn man damit arbeiten möchte.
Im nach hinein ärgert es mich, dass ich mir mit den Projekten der ersten zwei Semester nicht mehr Mühe gegeben habe. Dass ich das ganze etwas auf die leichte Schulter nahm. Denn jetzt, wo es an die Bewerbungen für's Praxissemester geht wären genau die Projekte hilfreich. Ich überlegte mir auch schon mein Studium bzw. die behandelten Themen und die Projekte in meinen Blog und Social Media einzubeziehen. Einfach um etwas vorzeigen zu können. Dass ich etwas gemacht habe, dass ich etwas gut gemacht habe, dass ich es wert bin eingestellt zu werden.

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2 Kritiken

  1. Interessanter Artikel!
    Das Internet hat bzw. Blogs haben sich mit der Zeit sehr stark geändert. Früher hat jeder wirklich so belangloses Zeugs gepostet und heute steckt oft
    ein Plan dahinter :)


    XX,

    www.ChristinaKey.com

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  2. Ich stimme Dir vollkommen zu, wenn Du sagst, die Blogosphäre hätte sich geändert. Größtenteils zum Positiven, weil man das Potential erkannt hat und mittlerweile wirklich guter Content online geht. Deshalb ist es für mich auch gar keine Frage, seinen Blog o.Ä. in eine Bewerbung mit einfließen zu lassen, solang es zur Arbeitsstelle passt. Ich habe das selbst schon das ein oder andere Mal getan und kann nicht behaupten, dass es mir als Nachteil ausgelegt wurde.
    Wenn Du stolz auf das bist, was Du hier tust und es auch gern zeigen möchtest, dann: Go Girl! ;)

    Liebe Grüße,
    Lisa von lisamary.de

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