#52 - A bucket full of Summer

"Irgendwie hätte ich total Lust ins Freibad zu gehen.", sage ich ins Telefon. "Und warum tust du es nicht?" Frägt sie vom anderen Ende. "Ich will nicht alleine gehen", antworte ich kleinlaut. "Es tut mir leid, ich kann heute leider nicht mehr. Aber ich finde du solltest schon raus gehen. Nutz' es aus wenn du schon mal Nachmittags frei hast. Putzen und Wäsche machen kannst du auch noch heute Abend. Oder wann anders"
Sie hat recht. Sie hat einfach so verdammt recht. Schließlich ist doch Sommer. 
Sommer. Mein letzter, wirklich schöner Sommer war wohl 2012. Damals wusste ich noch wie das funktioniert, mit dem genießen. Damals machte ich mir nicht so viele Gedanken. Das hab ich irgendwann verlernt. Ich sollte aufhören um die Vergangenheit zu trauern. Ich sollte hier und jetzt sein. Jetzt für meine Träume arbeiten. Ich sollte jetzt Leben. Denn das ist es doch, was einen unvergesslichen Sommer ausmacht. Ich werde im Winter nicht mehr daran denken wie viel Wäsche ich gebügelt habe. Oder wie oft ich das Badezimmer putzte. Ich werde an die warmen Tage denken. An die durchtanzten Nächte. Daran wie schön es war. Daran wie glücklich ich war.
Und wenn das bedeutet, dass ich mich erst nach meinem Kopf richten muss, damit dieser sich an meinen Bauch richtet - Bauchgefühle und so - dann ist das eben so.
Und wie Lina machte ich mir eine Liste. Eine Liste, die es gilt im Sommer zu erledigen. Geplant spontan sein. Sie wird am Ende des Sommers abgearbeitet sein. Ich verspreche es. Verspreche es mir selber und setzte alles daran! Ich nehme jetzt mein Glück in die Hand, helfe meinem Schicksal ein wenig. Das gilt nicht mehr nur für den Sommer. Das gilt für mein Leben. Ich hoffe nicht länger auf mein Glück, ich bin mein Glück.






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